Neonanologie

Wissenschaftliche Beurteilung

Das wissenschaftliche Spektrum der Neonanologie befasst sich mit der Erforschung einer speziellen Zwergenart. Gingen die Forscher bislang ausschließlich von der Existenz der Gartenzwerge aus, muss die Geschichte der Zwerge nach jüngsten Erkenntnissen neu geschrieben werden. Der Nimbus der gut gelaunten und tüchtigen Gartenbewohner kann aus wissenschaftlicher Sicht nicht länger aufrecht erhalten werden.
Die viel beachteten Forschungsergebnisse der zwei renommierten Neonanologie-Professoren aus Deutschland, die in der letzten Ausgabe des Wissenschafts-Magazins "Little Science" veröffentlicht wurden, führte unter den Forschern national wie international zu einer Neubewertung des Phänomens. Den beiden Experten gelang der Nachweis einer bisher unbekannten Zwergenart, dem "neonanolus grummulus vulgaris". Genetische Untersuchungen ergaben, dass die DNS-Struktur der rundbauchigen Spezies im Vergleich zu der Erbsubstanz der Gartenzwerge und der gemeinen Erdnuckel zahlreiche Übereinstimmungen aufweist. Ein möglicher Zusammenhang zwischen den unterschiedlichen Zwergenarten kann vermutlich erst nach weiteren genetischen Experimenten hergestellt werden. Einige Experten äußerten bereits die Vermutung, dass sich zuvor die Hutzelchen als eine Seitenlinie der Erdnuckel herausgebildet haben könnten und nach den Zwergenaufständen 959 v. Chr. die Verschmelzung dieser Art mit den Gartenzwergen stattgefunden hat. Die Erkenntnisse werden von ihrer Bedeutung gleichgesetzt mit der Entdeckung der pornographischen Höhlenmalerei der Tunneltaler.

Formen

Die Wissenschaft unterscheidet drei Arten von Grummelzwergen. Allen gemein ist der rundliche, grasgrüne, mit schwarzen Punkten übersäte Körper. Weitere typische Wesensmerkmale dieser Zwergenart sind der "grummelige" Gesichtsausdruck und die ständig schlechte Laune. Trotz ihrer penetrant übellaunigen Art geht von ihnen keine ernste Gefahr aus. In Einzelfällen kann es jedoch zu Spontanübertragungen der frustigen Stimmungslage kommen. Die Besonderheiten der einzelnen Artenvertreter kann folgendermaßen beschrieben werden.

Neonanus grummulus vulgaris

Der gemeine Grummelzwerg (neonanus grummulus vulgaris) ist ein etwa zehn Zentimeter kleiner missgünstiger und miesgelaunter Winzling. Besondere Kennzeichen: blaue Mütze.

Neonanus grummulus speziealis

Eine noch miesere und missgünstigere Form des neonanus grummulus vulgaris. Gleiche Größe und Verbreitungsform. Besondere Kennzeichen: gelbbemützt.

Neonanus grummulus tranus

Weniger aktive Form des neonanus grummulus vulgaris. Hält sich oft nur in Gesellschaft seiner Artgenossen auf. Typische Form eines Mitläufers. Erkennungsmerkmal: rote Mütze.

Lebensräume

Man findet den Grummelzwerg vorwiegend in kleinen Erdlöchern und übel riechendem modrigen Milieu. Dank seiner guten Anpassungsfähigkeit hält er sich neuerdings vermehrt in zivilisierter Umgebung auf. Da der Grummelzwerg ein sehr geselliges Wesen ist, sucht er stets die Nähe zu seinen Artgenossen oder schlecht gelaunten und miesepetrigen Menschen.

Sozialverhalten

Obwohl ein ausgewachsener Grummelzwerg nur um die 10 cm misst, leidet er im Verhältnis zu seiner Größe an maßloser Selbstüberschätzung. Mit ihrem großspurigen und zum Teil rüpelhaften Imponiergehabe versuchen die Grummelzwerge, ihren Platz in der Gruppe zu behaupten, und gehen sich damit oft tagelang selbst auf die Nerven.

Fortpflanzung

Wahrscheinlich beruht die Fähigkeit der Fortpflanzung auf einer Kombination von übermäßig schlechter Laune bei gleichzeitiger Befeuchtung des ganzen Körpers. Nachdem ihr verfilztes Fell vollkommen durchnässt ist, reiben sie in rhythmischen Bewegungen ihre nassen Körper aneinander. Wie es dabei jedoch zur Befruchtung kommt, ist momentan noch völlig unklar. Da es sich bei den Grummelzwergen um Zwitterwesen handelt, besteht bei den kleinen Negativwesen derzeit kein existenzielles Artenproblem.

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